Schülerinnen und Schüler der Grundschule Witzmannsberg

pflanzten eine Hecke aus Wildobst- und Beerensträuchern am Schulgelände

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Witzmannsberg pflanzten im März eine Hecke aus Wildobst- und Beerensträuchern am Schulgelände. Die Idee, den Schulstoff des Lebensraums Hecke am Schulgelände erlebbar zu machen, stammte von der Lehrerin Silvia Segl, die mit der Kombiklasse 1 und 2 die Hecke im Jahresverlauf im Schulstoff bearbeitet. Unterstützung bekam sie dabei von Pia Auberger von der Öko-Modellregion Passauer Oberland und Bürgermeister Josef Schuh, sowie den Bauhofmitarbeitern der Gemeinde Witzmannsberg.

Die Vorbereitungen zur Wildobst- bzw. Naschhecke traf Pia Auberger in Absprache mit Silvia Segl und Bürgermeister Josef Schuh, der von Beginn an von der Idee begeistert war. Dafür holte sie bei der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landkreises Passau die notwendigen Informationen ein und bestellte das Pflanzgut bei einer hiesigen Baumschule. Bei einer Begehung des Schulgeländes Ende letzten Jahres konnte sogleich ein passender Ort für die Pflanzung gefunden werden. Die Bauhofmitarbeiter der Gemeinde Witzmannsberg bereiteten in den Wintermonaten das betreffende Areal vor, sodass der Pflanzaktion nichts mehr im Wege stehen konnte.

Im März war es dann so weit und die Schülerinnen und Schüler pflanzten gemeinsam mit Bauhofleiter Klaus Kern, Bauhofmitarbeiter Rudi Klessinger und der Öko-Modellregionsmanagerin Pia Auberger die Hecke. Auch Bürgermeister Josef Schuh stattete den fleißigen Kindern einen Besuch ab. Je zu zweit kümmerten sie sich um eine Wildobst- bzw. Beerenart. Mit vereinten Kräften war das Vorhaben bald geschafft. Stolz präsentierten die Kinder nach getaner Arbeit ihre Hecke. Doch mit der Pflanzung ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Auch in Zukunft müssen sich die Schülerinnen und Schüler um die neue Hecke kümmern. Dafür werden sie jedoch bald mit den süßen Früchten von Heidelbeere, Himbeeren oder Johannisbeeren sowie den Früchten der Wildobstarten belohnt.

Die Hecke ist ein wichtiges wenn auch selten gewordenes Landschaftselement. Sie dient zugleich als Unterschlupf, Versteck, Brutmöglichkeit und Nahrungsquelle für viele Vögel und Insekten. Bereits bei der Blüte stellen die Wildobstarten ein wichtiges Nahrungsspektrum insbesondere für Hummeln und Wildbienen dar. Die ausgereiften Früchte stehen den Tieren oft bis in die Wintermonate zur Verfügung und dienen auch dem Menschen als wichtige Vitaminlieferanten. Neben dem Klimaeffekt hat die Hecke weitere positive Effekte auf das lokale Klima. Sie schützt den Boden vor Winderosion und hat eine kühlende Wirkung. Da der Lebensraum Hecke im Heimat- und Sachunterricht der ersten und zweiten Klassen verankert ist, kann die Hecke an der Schule sehr anschaulich für den Unterricht genutzt werden.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren stolz ihr Werk. Bei der Umsetzung wurden sie unterstützt von Rudi Klessinger, Klaus Kern, Bürgermeister Josef Schuh und Pia Auberger (hintere Reihe, von links nach rechts)

Fotos: Silvia Segl